Liebe Poggersdorferinnen und Poggersdorfer,
die finanzielle Lage unserer Gemeinde ist ernst. Der Kontokorrentrahmen (Überziehungsrahmen) musste für 2026 auf 2,4 Millionen Euro erhöht werden. Das ist unser aller Steuergeld.
In dieser angespannten Situation plant ein privater Investor auf 50.000 m² den „Pogger's Park“ – inklusive Eventhalle, Hotel und Tibet-Museum.
Wir fragen uns als Bürgerinitiative ganz nüchtern:
Wer soll das auf Dauer bezahlen?
Ein Blick in andere Kärntner Gemeinden reicht: Das Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg kämpft seit Jahren mit massiven finanziellen Schwierigkeiten. Solche großen Kunst- und Kulturprojekte können fast nirgendwo ohne ständige, hohe Subventionen und Zuschüsse der öffentlichen Hand überleben. Poggersdorf hat für ein solches finanzielles Abenteuer schlichtweg keine Ressourcen – geschweige denn für die nötige Infrastruktur wie neue Straßen, Wasser- und Kanalnetze auf der grünen Wiese!
Wir brauchen jetzt keine privaten Luftschlösser, die unsere Gemeindekasse weiter belasten. Wir brauchen Projekte, die reale Probleme lösen UND Geld in die Kasse spülen!
Hier sind drei konkrete, kommunalpolitische Lösungen:
1. Einnahmen steigern durch leistbaren Wohnbau (Smart-Wohnungen)
Poggersdorf braucht Wohnraum für junge Familien. Der finanzielle Vorteil für die Gemeinde: Wohnbaugenossenschaften bauen auf eigenes Risiko mit Wohnbaufördermitteln des Landes – die Gemeinde muss nicht selbst bauen. ABER: Jede junge Familie, die hier ihren Hauptwohnsitz anmeldet, bringt der Gemeinde bares Geld. Über die sogenannten „Ertragsanteile“ überweist der Bund der Gemeinde für jeden Einwohner jährlich einen festen Betrag. Mehr Hauptwohnsitze = dauerhaft höhere und sichere Einnahmen für Poggersdorf!
2. Fördermillionen abholen durch ein Gesundheitszentrum (PVZ)
Statt eines Hotels für Touristen brauchen wir eine Primärversorgungseinheit (Ärztezentrum) für unsere Bürger. Der wirtschaftliche Hebel: Solche Zentren werden von der Gesundheitskasse (ÖGK) und dem Land Kärnten massiv (mit bis zu 50 %) gefördert! Ein PVZ kostet die Gemeinde langfristig weniger als ein Kulturpark, sichert die Gesundheit vor Ort und hält die Kaufkraft im Ort.
3. Echte Kostenwahrheit bei Großprojekten (Vertragsraumordnung)
Wenn private Investoren riesige Projekte auf der grünen Wiese planen, darf die Gemeinde auf keinen Fall auf den Kosten für die nötige Infrastruktur (neue Zufahrtsstraßen, Wasser- und Kanalerweiterungen) sitzen bleiben oder gar Anschlussgebühren als "Förderung" erlassen. Moderne Gemeinden nutzen dafür strenge Raumordnungs- und Infrastrukturverträge.Dabei wird der Investor gesetzlich verpflichtet, die gesamte Erschließung zu 100 % selbst zu bezahlen und zusätzlich einen Infrastruktur-Beitrag an die Gemeinde (z. B. für Spielplätze oder die Schule!) zu leisten. So schützt man das Steuergeld der Bürger!
Zu guter Letzt: Klug investieren durch Mega-Förderungen (Neubau der Volksschule)
Eine neue Schule ist zwar eine Investition, aber die wichtigste und sicherste für unsere Zukunft! Warum? Weil Bildungsprojekte durch den Kärntner Bildungsbaufonds massiv gefördert werden – beim Kauf der Kindertagesstätte zahlte der Fonds fast 80 % der Millionen-Kosten! Zudem ist eine moderne Schule der einzige Grund, warum junge Familien nach Poggersdorf ziehen. Und diese Familien sichern uns über Jahrzehnte die nötigen Einnahmen (Ertragsanteile). Bildung ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Gemeinde – ein privates Kulturhotel auf der grünen Wiese ist ein Luxus, für den uns aktuell schlichtweg das Geld für die nötige Infrastruktur (Kanal, Wasser, Straßen) fehlt.
Unser Fazit:
Demokratie heißt auch, mit dem Geld der Bürger verantwortungsvoll umzugehen.
Euer Team der Initiative lebenswertes Poggersdorf
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