Wir haben uns die Fakten rund um das geplante Großprojekt genauer angeschaut. Was die zeitlichen Abläufe zeigen, wirft drängende Fragen zur Transparenz in unserer Gemeinde auf.
Ein Blick ins offizielle Grundbuch belegt: Der Investor hat die über 50.000 Quadratmeter großen Flächen fernab der heutigen Siedlungsgrenze erst im Juni 2024 gekauft. Es handelt sich dabei um ein riesiges Areal, das aktuell aus Wald und landwirtschaftlicher Nutzfläche besteht.
Wie wir als Bürgerinitiative bei der Gemeinderatssitzung im August 2026 persönlich mitverfolgt haben, hat der Gemeinderat an diesem Tag den einstimmigen Beschluss gefasst, für genau dieses Projekt die Vorprüfung zur Umwidmung beim Land Kärnten einzuleiten.
Da stellen sich uns als Bürger völlig legitime Fragen:
• Wurde das Konzept für ein derartiges Mega-Projekt (Kulturhotel, Veranstaltungshalle, Museum) der Gemeindeführung bereits weit vor dem Grundstückskauf im Juni 2024 vorgelegt?
• Auf welcher Basis investiert jemand in über 50.000 Quadratmeter Wald und Ackerland mitten in der Natur, wenn nicht bereits handfeste Vorgespräche über eine spätere Umwidmung im Raum standen?
• Warum wird die Bevölkerung bei einem Projekt, dessen Planung offensichtlich über zwei Jahre lang im Hintergrund vorbereitet wurde, erst jetzt informiert, wo die Pläne schon zur Prüfung beim Land liegen?
Wesentliche Vorentscheidungen dürfen nicht ohne die Bürger getroffen werden!
Poggersdorf soll sich entwickeln – aber nicht über die Köpfe seiner Bürgerinnen und Bürger hinweg.
Helft uns, echte Transparenz und Bürgerbeteiligung einzufordern. Unterschreibt bitte unsere Petition/Initiativantrag.
Weitere Informationen:
Über zwei Jahre Funkstille – was unsere Recherche zeigt:
Um die Vorgeschichte zu verstehen, haben wir die Gemeinderatsprotokolle der Jahre 2024 und 2025 gelesen.
Das Ergebnis: In keiner einzigen öffentlichen Sitzung dieser zwei Jahre wird der „Pogger's Park“ oder die betroffene Fläche in Leibsdorf auch nur mit einem Wort erwähnt.
Stattdessen wurde das Projekt offensichtlich im Hintergrund fertig geschnürt, um dann in der Augustsitzung 2026 einstimmig auf den Weg zur Vorprüfung beim Land Kärnten geschickt zu werden.
Übrigens: In den gesamten zwei Jahren davor wurde im Gemeinderat jeder einzelne Tagesordnungspunkt ausnahmslos „einstimmig angenommen“ – kritische Diskussionen sucht man in den offiziellen Mitschriften vergeblich. (Protokolle für das Jahr 2026 sind auf der Gemeinde-Website aktuell leider noch nicht abrufbar).
Warum haken wir hier so genau nach?
Wir möchten ganz klar betonen: Uns geht es nicht darum, unsere Gemeindeführung zu bekämpfen. Wir sitzen alle im selben Boot und wollen gemeinsam nur das Beste für unsere Heimatgemeinde. Leider hat sich die politische Kultur des Entscheidens in letzter Zeit in eine falsche Richtung bewegt – das hat der Umgang mit diesem Großprojekt nun für uns alle sichtbar zutage gefördert.
Wahre Demokratie lebt aber vom offenen Austausch, von Transparenz und vom Miteinander. Genau das wünschen wir uns zurück. Deshalb reichen wir die Hand: Lasst uns reden, die Fakten offen auf den Tisch legen und gemeinsam über die Zukunft von Poggersdorf entscheiden!
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