Liebe Poggersdorferinnen und Poggersdorfer,
Der amtliche Kassenistbestand unserer Gemeinde, der in der Gemeinderatssitzung Ende 2025 offiziell vom Kontrollausschuss festgestellt wurde beträgt -163.994,04 Euro.
Die Gemeinde musste ihren Überziehungsrahmen bei der Bank mittlerweile auf 2,4 Millionen Euro anheben, um überhaupt flüssig zu bleiben.
Was bedeutet eine solche „angespannte Finanzlage“ eigentlich für uns alle?
Viele glauben, die öffentliche Hand könnte endlos Schulden machen, ohne dass es jemanden trifft. Das ist ein fataler Irrtum. Eine Gemeinde kann kein Geld drucken. Jeder Euro, der als Kredit aufgenommen wird, ist unser Steuergeld. Wenn die Gemeinde hoch verschuldet ist, hat das direkte, schmerzhafte Folgen für uns Bürger:
• Dringend notwendige Projekte – wie der Neubau unserer Volksschule oder Investitionen in die Infrastruktur – müssen verschoben oder gestrichen werden, weil das Geld fehlt.
• Die Gemeinde verliert ihre Eigenständigkeit und wird von der Aufsichtsbehörde des Landes zu Einsparungen gezwungen.
• Gemeindegebühren (wie Müll oder Wasser) müssen drastisch erhöht werden, um Löcher zu stopfen.
Und genau hier wird es beim „Pogger’s Park“ unverantwortlich!
Für einen riesigen 4-Hektar-Park fallen gewaltige Infrastrukturkosten an. Wer zahlt die massiven Ausbauten für Zufahrtsstraßen, Wasserleitungen und Kanalisation für dieses Privatprojekt? Soll hier ein Privatinvestor auf Kosten der Allgemeinheit gefördert werden, während die Gemeindekasse chronisch leer ist? Was passiert wenn ein Kunst und Kulturprojekt nicht kostendeckend arbeiten kann, wird die Gemeinde gezwungen finanziell einzuspringen?
Wo bleibt die kritische Stimme unserer Mandatare?
Wenn man die Gemeindeprotokolle liest, fällt eines auf: Alle bisherigen Budgets, alle Finanzberichte und die Ausweitung des Schuldenrahmens wurden von unseren gewählten Gemeinderäten beider Fraktionen völlig einstimmig durchgewunken. Es gab keine einzige dokumentierte, kritische Frage zu dieser riskanten Schuldenpolitik.
Wir erwarten von unseren Mandataren, dass sie unsere Steuergelder schützen! Es wäre grob unverantwortlich, bei den anstehenden Beschlüssen für den „Pogger’s Park“ wieder aus reiner Bequemlichkeit einstimmig die Hand zu heben. Wir fordern, dass unangenehme Fragen gestellt werden, bevor auch nur ein einziger Cent an öffentlichem Geld oder Infrastruktur in dieses private Großprojekt fließt.
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