Als Bürgerinitiative beschäftigen wir uns intensiv mit den Plänen zum Großprojekt „Pogger’s Park“. Je genauer wir die vorliegenden Informationen und offiziellen Aussagen prüfen, desto mehr sachliche Widersprüche zeigen sich in der Vorgehensweise der Gemeindeführung. Wir möchten diese dokumentierten Fakten hier transparent mit der Bevölkerung teilen.
• Fehlender Dialog im Vorfeld:
Bereits am 19. August 2026 haben Anrainer dem Gemeindeamt ein detailliertes, 5-seitiges Schreiben übergeben (mit offiziellem Eingangsstempel dokumentiert). Darin wurde sachlich um umfassende fachliche Prüfungen, die Offenlegung von Finanzierungsplänen und echte Bürgerbeteiligung gebeten. Eine Auseinandersetzung damit blieb wochenlang aus. Erst nachdem das Projekt durch unsere Informationskampagne im Ort breit bekannt wurde, reagierte die Politik.
• Der Veranstaltungssaal – Ortskern statt grüner Wiese:
Bisher wurde das Millionen-Investment oft mit dem dringend benötigten Veranstaltungssaal argumentiert, der nun am Ortsrand gebaut werden soll. Ein aktueller Bericht der Kronen Zeitung (23.10.) zeigt jedoch auf: Wenn die Volksschule neu gebaut wird, könnte das alte Schulgebäude für Verwaltung, Vereine und – so die Zeitung wörtlich – „sogar für einen Veranstaltungssaal“ genutzt werden. Warum sollen 4 Hektar intakte Natur am Ortsrand versiegelt und Millionen in ein spekulatives privates Projekt fließen, wenn der Saal direkt unser Ortszentrum beleben könnte?
• Widersprüche bei den Finanzen:
Zu Beginn entstand vielfach der Eindruck, das Vorhaben sei für die Gemeinde kostenneutral. Mittlerweile berichten Medien von kommunalen Investitionen in der Höhe von rund drei Millionen Euro. Dies steht im direkten Widerspruch zu den Aussagen von Vizebürgermeisterin Hajek, die öffentlich auf die beschränkten Mittel der Gemeinde hinweist. Zudem bleibt die zentrale Frage der Übernahme künftiger Erschließungs- und Erhaltungskosten völlig unbeantwortet.
• Offizielle Bewerbung trotz fehlender Grundlagen:
Die Marktgemeinde hat eine „Amtliche Mitteilung“ auf Gemeindekosten versandt, um über das Vorhaben zu informieren. Auffällig dabei: Das amtliche Dokument ist unten rechts wörtlich mit „Ihr Projektteam“ gezeichnet.Gleichzeitig bestätigt Amtsleiterin Hajek in den Medien, dass weder die Verhandlungen mit Grundbesitzern noch die behördlichen Vorprüfungen des Landes abgeschlossen sind und ein Widmungsverfahren „in weiter Ferne“ liegt.
• Politisierung statt Bürgernähe:
Während medial betont wird, man könne „nichts gegen den Willen der Bürger entscheiden“, bot sich bei der Informationsveranstaltung in Grafenstein ein anderes Bild: Auf sachliche Bedenken aus der Bevölkerung reagierte der Bürgermeister mit der Ankündigung, notfalls mit einer eigenen Liste bei der kommenden Wahl anzutreten. Wenn ein Bauprojekt derart mit Fragen des Machterhalts verknüpft wird, verliert das Verfahren jede sachliche Grundlage.
• Umgang mit kritischen Nachfragen auf Social Media:
Ein demokratischer Diskurs lebt vom Austausch von Argumenten. Leider müssen wir feststellen, dass auf der offiziellen Facebook-Seite der Marktgemeinde kritische, aber sachlich formulierte Nachfragen von Gemeindebürgern gelöscht und die entsprechenden Benutzer gesperrt werden.
Wir fordern die politischen Verantwortlichen auf, zu einer transparenten, sachlichen und nachvollziehbaren Informationspolitik zurückzukehren. Ein Vorhaben dieser Dimension erfordert einen ehrlichen Umgang mit den Bedenken der Bürger und absolute finanzielle Klarheit.
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